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    raeucherkammer2 raeucherkammer1 Oberflächen

    Umnutzung einer alten Räucherkammer mit ihren besonderen Oberflächen-Eigenschaften zu einem Bad.
    Dokumentation der Versuche, Informationen und Ergebnisse.

    Lehm im Naßbereich / Stand der Forschung /
    eigene Versuchsreihe

    Bei der vorhandenen Oberfläche handelt es sich um einen Lehm-Verputz auf mit Ziegeln ausgefachtem Holzständerwerk. Durch die damalige Nutzung als Räucherkammer hat sich eine Ruß-Fett-Schicht abgelagert, die durch ihre Dukelheit den Charme des Raumes ausmacht.
    Soll diese geschichtsträchtige Oberfläche erhalten bleiben, so muss beachtet werden: der Fettgehalt der Oberfläche verhindert Abrieb im trockenen Zustand. Sobald...

  • Oberflächen_Inhalt_2

    oberflaechen3 Feuchtigkeit (Dampf oder Spritzwasser) ins Spiel kommt, färbt die Rußschicht stark ab, würde sich evtl. sogar mit der Zeit verflüchtigen und die Wände herunterlaufen.
    Dies gilt es zu verhinden.

    Desweiteren hat sich der Lehmverputz über die Jahre an manchen Stellen leicht abgelöst.
    Erkenntnis: der Lehmverputz löst sich nur dort, wo er das Holzständerwerk bedeckt.
    Fazit: Das Ständerwerk muss freigelegt werden. Durch baldige...

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    oberflaechen4 Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen würde es sonst verstärkt zu unterschiedlichen Spannungen in der Lehmoberfläche kommen und plackweise abfallen. Konservierende Maßnahmen für die Lehmoberfläche: Zu Lehmoberflächen dieser Charakteristik gibt es keine Erkenntnisse in der Fachliteratur und keine Forschungsergebnisse. Auch die Materialforschungs- und Prüfanstalt MFPA in Weimar konnte nicht weiterhelfen, sowie Fachleute aus dem Denkmalschutzbereich.
  • Oberflächen_Inhalt_4

    oberflaechen5 Auch einschlägige Lehm-baufirmen wussten keinen Rat bzw. rieten zu Schellack, der jedoch nicht für Feuchträume geeignet ist. Ein weiterer Tipp, es mit Wasserglas zu versuchen, schlug fehl (s. Bilder).
    Wasserglas braucht rein mineralischen Untergrund.
    Es liegt nahe, beim schon vorhanden Medium zu bleiben, dem Fett/Öl. Hierbei ist zu beachten, dass die Oberfläche nicht abgesperrt werden darf, sonst kommt es zu einer Schalenbildung, die Lehmoberfläche würde an offenen...
  • Oberflächen_Inhalt_5

    oberflaechen6 Stellen hinterspült. Sie muss diffusionsoffen bleiben.

    Und so lieferten Versuche mit einem Halböl bislang das beste Ergebnis. Leinölfimis 1:1 mit Balsamterpentinersatz gemischt, ergibt einen schwarz-seidigen Untergrund, der noch immer hydrophile Eigenschaften hat, jedoch Wassernebel und Spritzwasser abperlen lässt.

    Die Öberfläche färbt auch in nassem Zustand nicht mehr ab.
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