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    hamam-relikt-marokko2hamam-kokon-vision Hamam-Kokon

    Studie / Vision / Bau eines Prototypen

    Dampfbaden auf marokkanisch - oder - wie kann ein vergessenes Kulturrelikt des Orients unser westliches Wohlgefühl bereichern?

    Ein Forschungsprojekt, das auf einer detaillierten Konzeptstudie basiert und dessen räumliche, kulturelle, gesellschaftliche, energetische und touristische Determinanten bereits in einer Diplomarbeit beleuchtet worden sind.

    Auf den nächsten Seiten sind wesentliche Etappen des Prototypen-Baus zu sehen.

    Der erste Prototyp wird bislang gesponsort von:
    Claytec, Kreidezeit, Egger und LifeBoxx
  • Hamam_Kokon_Inhalt_2

    kasbahmarokko-drakarte-marokko ...
    Ort der Entdeckung des Hamams (Dampfbad) für 1-2 Personen ist Agdz, eine kleine Stadt im Süd-Marokko-Atlas gelegen.
    Außerhalb des modernen Ortszentrums zieht sich Agdz als Dattenpalmen-Oase am Ufer des Dra entlang.

    In den Innenhöfen der wehrhaft wirkenden Kasbahs (Sippenwohnburgen, aus Lehm gebaut) steht das kleine Hamam an einem sonnigen Platz und bietet intimen Raum für die Körperreinigung.
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  • Hamam_Kokon_Inhalt_3

    kissab-korbweidenkorbweiden-bau ...
    Der Prototyp soll keine Kopie der marokkanisch-ländlichen Version des Hamams werden, sondern eine Adaption auf abendländische Wohlfühl-Bedingungen, hiesige Klimaverhältnisse, Materialvorkommen und natürlich Sicherheitsvorschriften.

    Besteht der marokkanische Hamam-Korb, der die Statik bildet, aus eng geflochtenem Kissab (Schilfrohr), so entsteht das tragende Gerüst nun aus heimischer Weide - im Zusammenhang mit Lehm eine bewährte Kombination.  

    Zusammen mit Korbflechtmeister Wolf Schröter werden erste Ruten gesteckt.
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  • Hamam_Kokon_Inhalt_4

    biegengeflochtenflechten ...
    Abgelagerte Weidenruten verschiedener Stärke wurden vor der Verarbeitung wieder kurz gewässert, um sie geschmeidig zu machen, und dann Reihe für Reihe verflochten.
    Nach einer fotografischen Vorlage und umfangreichen Recherchen zur Benutzung und Zeremonie des Hamams wurden die Proportionen des Korpus ermittelt.

    Das Hamam hat einen Durchmesser von ca. 2m und Stehhöhe im Innern.

    Je nach Standort und Funktionsweise kann die Materialität des Hamam-Körpers weiter abgewandelt werden und das Traggerüst z.B. auch aus Kalksandstein schabloniert werden. 
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  • Hamam_Kokon_Inhalt_5

    palettenkonstruktionhamam-in-der-scheunebohrungen ...
    Nach Abschluss der Korbflecht-Arbeiten wurde zusammen mit Fa. Egger die Dimension der speziellen Holz-Palette berechnet.
    Auf der Kantholz-Rahmen-Konstruktion liegen OSB-Platten, darauf eine Folie als Feuchtigkeitssperre, darauf eine Lage verklebter Ytongsteine, in die die Weidenstaken-Enden punktuell verklebt werden.
    So entsteht ein formstabiler Aufbau, der den Transport des ersten Prototypen an seinen endgültigen Standort ermöglicht.
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  • Hamam_Kokon_Inhalt_6

    lehmbewurf-einseitig2lehmbewurf-beidseitig-verscdraht-bewehrungkokon-gesamtsicht-lehmbewur ...
    Der Weidenkorb wird
    mit einer Lehmschlämme 
    gestrichen und von beiden Seiten mit Lehm beworfen. 
    Die Lehmmischung hat Claytec zur Verfügung gestellt.

    Um die Haftung des Lehmaufbaus zu verbessern, wird innen und außen ein Draht-Geflecht als Bewehrung eingearbeitet.
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  • Hamam_Kokon_Inhalt_7

    bei-der-arbeitkuppel-vouteabluft ...
    In mehreren Schichten wird der Lehm auf den Weidenkorb gebracht.

    Dort, wo die Kuppel beginnt, stülpen sich die Wände etwas in den Raum und bilden eine Lichtvoute, eine versteckte, indirekte Beleuchtung, die in die Kuppel strahlen wird.
    Die späteren Löcher in der Kuppel für punktuelles Licht und die Abluft werden schon jetzt freigehalten.  
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    Gemeinsam mit weiteren Sponsoren aus dem Bereich der Bädertechnik werden die notwendigen Installationen erfolgen.
    Im Anschluss wird der Innenraum final modelliert und mit einer speziellen Kalk-Glanzputz-Schicht überzogen, die für die Funktionstüchtigkeit des Hamams als Nassraum unabdingbar und optisch und haptisch besonders ist.
    Folgen werden Versuchsreihen, die die Beurteilung der Adaptionsweise des Hamams erlauben und der weiteren Produktentwicklung bis zur Marktreife vorschub leisten.

    Die Projektidee und der bisherige Bau des Prototypen sind filmisch dokumentiert und durch die Presse begleitet worden.









     

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